Fotokreismitglied Els führte uns als gebürtige Belgierin bei unserem ersten mehrtägigen Fotokreisausflug in ihre wunderschöne Heimat und mit ihrem Onkel Marc hatte unsere Gruppe auch einen fachkundigen Führer an der Seite. In Els Heimatstadt Sint-Niklaas fanden wir in einem schmucken Hotel Quartier. Bekannt ist die Stadt durch den größten Marktplatz Belgiens, der vom neugotischen Rathaus überwacht wird. Jedes Jahr finden dort am ersten Septemberwochenende die „Vredefeesten“ – die Friedensfeste – statt. Bei diesem bunten Spektakel starten Dutzende Heißluftballons vom Marktplatz aus. Ein Anblick, den wir gerne gesehen hätten. Aber auch so hatte die Stadt für uns einiges zu bieten. Hier ein paar Eindrücke:
Wasserspiele in Sint-Niklaas
Historische Häuser rund um den Marktplatz
Der größte Marktplatz Belgiens
Das neugotische Rathaus bei Nacht
Das Rathaus unter den Wolken
Bitte lächeln!
An unserem zweiten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Antwerpen, wo uns der wunderschöne Bahnhof nicht nur fotografisch in seinen Bann zog. Das als „Eisenbahnkathedrale“ bekannte Gebäude weist einen prunkvollen Stilmix aus dem Neobarock, der Neogotik und der Neorenaissance auf und macht den zwischen 1899 und 1905 erbauten „Palast“ zu einem der schönsten Bahnhöfe der Welt. Für den Bau wurden rund 20 verschiedene Marmor- und andere Gesteinssorten verwendet. Man hätte Stunden in diesem herrlichen Bau verbringen können, aber leider war unsere Zeit begrenzt und wir wollten auch noch die Stadt selbst erkunden. Die zweitgrößte Stadt Belgiens blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im 15. und 16. Jahrhundert gehörte Antwerpen zu den größten Städten der Welt und war eine führende Handelsmetropole. Aus dieser „Goldenen Zeit“ stammt die beeindruckende Architektur, die insbesondere am Grote Markt mit seinem prächtigen Rathaus und den historischen Zunfthäusern deutlich wird. Natürlich ist der Besuch des zweitgrößten Hafens in Europa ein Muss, wobei das Hafenhaus durch die architektonisch beeindruckende Verbindung von Neu und Alt besonders ins Auge fällt.
Eisenbahnkathedrale in Antwerpen
Blick in die Kuppel
Bahnhof Antwerpen
Bahnhof Antwerpen mit Riesenrad
Historische Gebäude am Grote Markt
Historische Gebäude am Grote Markt
Das Hafenhaus
Wohnhäuser am Hafen
Häuserlampe
Historische Gebäude in Antwerpen
Moderne Architektur in Antwerpen
Löcher
Ein bunter Esel
Als letzten Höhepunkt fuhren wir nach Brügge – das Venedig des Nordens – berühmt wegen seines Netzes aus Kanälen, früher wichtige Handelswege, heute beliebte Touristenattraktion. Und auch wir ließen uns gemütlich durch die „Reien“ gondeln. Das gesamte historische Stadtzentrum wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist von mittelalterlicher Architektur, insbesondere vom Stil der Backsteingotik, geprägt und es fiel einem wirklich schwer, sich in Ruhe auf ein Motiv einzulassen, da es an jeder Ecke etwas Interessantes und Aufregendes zu entdecken gab. Besonders beeindruckend war der Belfried, der 83m hohe Glockenturm, der im 13. Jahrhundert erbaut und nicht nur als Wachturm sondern auch als Schatzkammer genutzt wurde. Durch die vielen Touristen war es jedoch nicht leicht, geeignete Blickwinkel zu finden. Ich fotografierte daher mit nach oben gerichteter Kamera, um die Menschenmassen auszublenden. Es war wirklich ein einziges Gewühle, was für mich persönlich die Eindrücke ein bisschen schmälerte. Eines ist aber sicher, diese Exkursion war nicht nur wegen des leckeren Bieres und der Schokolade ein Erfolg, sondern auch eine wertvolle fotografische Erfahrung und ein tolles Gruppenerlebnis.