Die erste Kamera Konica Minolta DiMageZ20

Meine fotografische Leidenschaft begann im Sommer 2005. Ich hatte mich schon immer für Fotografie interessiert, aber keine Ahnung von der richtigen Ausrüstung. Welche Kamera wäre für mich geeignet, welche Objektive, was brauche ich denn überhaupt, um mit diesem Hobby anzufangen? Keine leichten Fragen, aber eines Tages kam ich mit einem Arbeitskollegen ins Gespräch und dabei stellte sich heraus, dass er bereits seit Jahren fotografierte und er bot sich an, mir beim Kamerakauf zu helfen.

Im Gespräch hat er schnell gemerkt, dass ich von Technik nicht das Geringste verstand, also riet er mir, eine Kompaktkamera mit einem festen Objektiv zu kaufen. Wir entschieden uns für die Konica Minolta DiMageZ20 und damit war ich lange Zeit sehr glücklich. Begeistert zog ich raus in die Natur und fotografierte alles, was mir vor die Linse kam. Ich hatte immer den Automatikmodus drin und musste mir so keine Gedanken um Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit oder ISO machen. Zu dieser Zeit konnte ich mit diesen Begriffen auch noch gar nichts anfangen. Es waren eher die Freude am Knipsen und das Anschauen hinterher, was mich faszinierte. Und als typischer Anfänger fand ich fast alle meine Bilder schön und war stolz darauf. Das hat sich jetzt natürlich relativiert, aber es gibt doch noch einige meiner ersten Bilder, die ich auch heute noch mag, obwohl sie den technischen und künstlerischen Standards nicht mehr entsprechen mögen. Das ist pure, schöne Nostalgie.

  • Digitale Kompaktkamera
  • Auf dem Markt ab Januar 2005
  • ca. 300g Gewicht
  • Stromversorgung durch vier AA-Batterien
  • 1/2,5-Zoll-Interline-CCD-Sensor mit Primärfarbfilter
  • 5 Millionen Pixel
  • Auflösung von max. 2048×1536 Pixel
  • Bildformat in JPEG
  • ISO-Empfindlichkeit bis 320
  • 8-fach optischer Zoom
  • 36-290mm Brennweite
  • Lichtstärke f/3.2-f/3.4
  • Mindestfokusabstand 0,5m (WW) bis 1,5m (Tele)
  • Makro-Modus 0,01m (WW) bis 0,6m (Tele)
  • Verschlusszeit 4 bis 1/2000
  • Video- und Rapid-Autofokus-System
  • 1,5-Zoll-TFT-Farb-LCD-Monitor mit 113.000 Pixel
  • 14,5 MB interner Speicher
  • Eingebauter Blitz
  • Elektronischer Sucher

Die Bilder in der folgenden Nostalgie-Galerie stellen eine Auswahl meiner ersten Bilder in den Jahren von 2005 bis 2008 dar, die alle mit der Konica Minolta aufgenommen wurden.

Enttäuschendes Zwischenspiel – Sony Alpha100

Es hatte sich rein zufällig ergeben, dass sich der Bruder des besten Freundes meines Mannes eine neue Kamera zulegte und die alte abzugeben hatte. Dabei handelte es sich um die Sony Alpha100 mit einem 18-70mm Objektiv. Wie die Sprache dabei auf mich kam, ist mir nicht mehr bewusst, aber ich denke, dass während eines Gesprächs zwischen meinem Mann und dessen Freund dieses Thema aufkam. Das war Anfang 2008 und ich war einer Spiegelreflexkamera nicht abgeneigt. Entsprechend aufgeregt war ich, als ich das erste Mal mit der Kamera loszog. Die Technik überforderte mich anfangs noch sehr und ich fotografierte wie gewohnt im Automatikmodus. Aber auch in diesem Modus hatte ich erhebliche Probleme und zwar beim Blick durch den Sucher. Dieser war nämlich verschwommen und es fiel mir schwer, den richtigen Abstand zu finden und ein scharfes Bild aufzunehmen. Also musste ich dem Autofokus vertrauen, der allerdings nicht zu meiner Zufriedenheit funktionierte. Die Ausbeute an Bildern, die mir gefiel, war dementsprechend sehr gering. Schließlich ging ich mit der Kamera zu einem Fachhändler, der mir mitteilte, dass der Sucher kaputt sei und man da nichts machen könne. Also verschwand die Sony nach kurzer Zeit in einem Karton auf dem Dachboden und ich kehrte zu meiner zuverlässigen Konica Minolta zurück.

Die unten stehende Galerie zeigt die wenigen Bilder, die ich mit der Sony 2008 aufnahm.

  • Digitale Spiegelreflexkamera
  • Ab Juni 2006 auf dem Markt
  • Gewicht ca. 545g ohne Akku und Objektiv
  • Sony Alpha-Bajonett-Anschluss
  • Stromversorgung durch Lithium-Ionen-Akku
  • APS-C CCD-Sensor
  • Sensorgröße von 23,6 x 15,8mm
  • 10,2 Megapixel
  • Maximale Auflösung 3872 x 2592 Pixel
  • Bildformate in RAW und JPEG
  • ISO-Empfindlichkeit von 100 – 1600
  • Integrierter Sensor-Shift-Bildstabilisator
  • Eye-Start-Autofokus
  • Verschlusszeit 30 bis 1/4000 und Bulb-Modus
  • Optischer Pentaspiegel-Sucher
  • Display mit 2,5-Zoll-TFT-LCD mit 230.000 Bilodpunkten
  • Serienbildfunktion mit 3 Bilder pro Sekunde
Interessanterweise war die Alpha100 Sonys erste DSLR-Kamera nach der Übernahme von Konica Minoltas Kamerageschäft.
Meine treue Begleiterin – Panasonic Lumix DMC-FZ28

Vielleicht war es das erhabene Gefühl endlich eine richtige Kamera in der Hand zu halten, das mich dazu brachte, nach dem unglücklichen Aus der Sony Alpha100 nach einer neuen Kamera Ausschau zu halten, die die Konica Minolta ersetzen sollte. Ich war jedoch nicht mutig genug, mich wieder für eine Spiegelreflexkamera zu entscheiden und so fiel die Wahl im Sommer 2009 auf eine Bridge-Kamera: Die Panasonic Lumix DMC-FZ28 Mir gefiel vor allem der größere Zoom-Bereich und die Makro-Funktion. Ich benutzte zwar immer noch den Automatik-Modus, aber ich merkte doch einen deutlichen Unterschied zur Konica Minolta, was die Qualität der Bilder betraf. Bis 2016 hatte ich mit der Lumix sehr viel Spaß und Freude und viele schöne Bilder erinnern mich an diese Zeit. Doch dann bemerkte ich, dass die Makro-Funktion nicht mehr richtig funktionierte und auch der Autofokus hatte immer mal wieder Probleme mit der Scharfstellung. Und es gab noch einen weiteren wichtigen Grund für ein neues Modell: Seit 2014 bin ich Mitglied des VHS-Fotokreises in meiner Stadt. Dieser ist eine Selbsthilfegruppe, wie er sich gern selber nennt, aus ambitionierten Hobbyfotografen, die auch gerne mal experimentieren oder sonstige coole Projekte auf die Beine stellen. Im Wintersemester lag die Lichtmalerei hoch im Kurs und es war ein riesiges Vergnügen mit Leuchtstäben, Wunderkerzen und Co in der Gegend herumzufuchteln oder damit gar konkrete Lichtmotive zu erschaffen. Ich fand das super spannend, einziges Problem war nur, dass die Lumix maximal 30 Sekunden belichten konnte. Und irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf Lichtbilder, bei denen der größte Teil fehlte. Es war also dringend Zeit für ein Kamera-Update und für einen neuen Entwicklungsschritt.

  • Digitale Bridge-Kamera
  • Auf dem Markt ab August 2008
  • Gewicht ca. 417g
  • 1/2,33-Zoll-CCD-Sensor
  • 10,1 Megapixel
  • Maximale Auflösung 3648 x 2736 Pixel
  • Bildformate in RAW und JEPG
  • ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 6400
  • Leica DC Vario-Elmarit-Objektiv
  • 18-fach optischer Zoom
  • Brennweite 27-486mm
  • Lichtstärke f/2.8 (WW) bis F/4.4 (Tele)
  • Optischer Bildstabilisator
  • Verschlusszeit 60 bis 1/2000 Sekunden
  • Autofokus mit Gesichts- und Motivverfolgung
  • 2,7-Zoll-TFT-LCD-Monitor mit 230.000 Bildpunkten
  • Elektronischer Sucher mit 201.600 Pixel
  • Stromversorgung über Lithium-Ionen-Akku
In der unten stehenden Galerie befindet sich eine Auswahl an Bildern, die ich mit der Lumix von 2009 bis 2016 aufgenommen habe.
Fotografieren statt Knipsen – Nikon D5200

Mein Mann, und mein persönlicher Held, wusste um meinen Wunsch und er schenkte mir Ende 2016 die Nikon D5200 mit einem 18-105mm Objektiv und obendrauf noch das 90mm-Makro. Jetzt musste ich mich zwangsläufig mit der Technik auseinandersetzen, obwohl ich anfangs auch noch viel im Automatik-Modus fotografierte. Aber ich wurde mit der Zeit mutiger und probierte auch andere Modi aus. So hatte ich endlich das Gefühl, wirklich richtig zu fotografieren und nicht nur draufzuhalten und abzudrücken. Auch dauerte es nicht lange, bis ich vom JPEG-Format zu RAW wechselte, um die Möglichkeiten der Bildbearbeitung voll auszuschöpfen. In den folgenden Jahren legte ich mir noch einige Objektive zu, so ein Weitwinkel und ein Tele. Auch ein Stativ gehörte bald zu meinen Repertoire. Ebenso machte ich in der Bildbearbeitung Fortschritte und wechselte, teilweise auch Computer bedingt, von Photoshop Elements zum Photoshop cc-Abo, das noch mehr Möglichkeiten bot, mich aber auch zu Beginn noch sehr überforderte. Mithilfe der Kollegen des Fotokreises taten sich mir mit der Zeit neue Welten auf und es machte nun noch mehr Spaß. Allerdings hatte ich ab 2019 wegen starker Überlastung im Beruf mit einigen psychischen Problemen zu kämpfen und die Fotografie litt sehr darunter. Die Corona-Pandemie machte die Sache nicht leichter. Meine mentalen Probleme reichten so weit, dass ich mich das Fotografieren in der Öffentlichkeit nach dem Ende der Pandemie nicht mehr getraute. Ich war regelrecht blockiert. Meine schöne Leidenschaft wollte ich aber auf gar keinen Fall aufgeben, so wie es einigen anderen Hobbys von mir erging (z.B. Bogenschießen). Ich fand schließlich eine kreative Lösung und eine kleine Zweitkamera.

  • Digitale Spiegelrefelxkamera
  • Ab Dezember 2012 auf dem Markt
  • Gewicht ca. 505g ohne Akku und Objektiv
  • Nikon F-Bajonett
  • Stromversorgung über Lithium-Ionen-Akku
  • APS-C CMOS-Sensor (DX-Format)
  • Sensorgröße 23,5 x 15,6mm
  • 24,1 Megapixel
  • Maximale Auflösung 6000 x 4000 Pixel
  • Bildformat in RAW und JPEG
  • ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 25600
  • Bildprozessor EXPEED 3
  • Multi-CAM 4800DX mit TTL-Phasendetektions-Autofokussystem
  • Verschlusszeit von 30 bis 1/4000 Sekunde, Bulb-Modus
  • Serienbildfunktion bis 5 Bilder pro Sekunde
  • 3,0-Zoll-TFT-LCD-Monitor mit 921.000 Bildpunkten, drehbar
  • Live-View mit Gesichts-Autofokus

Die unten stehende Galerie präsentiert eine kleine Auswahl an Bildern, die mit der D5200 von 2016 bis 2023 entstanden. Weitere Bilder findest du in den Hauptgalerien.

Begleiterin für die Jackentasche – Sony RX100 III

Die kleine kompakte Kamera kann im Grunde alles, was die großen auch können. Mir war es wichtig, auch bei ihr im RAW-Format fotografieren und den manuellen Modus einstellen zu können, wenn ich ihn auch bei der kleinen Sony RX100 III, die ich mir Ende 2021 zulegte, weniger häufig benutze als bei der großen Kamera. Der wichtigste Vorteil für mich aber war, die Sony in der Jackentasche tragen und damit ständig mit mir führen zu können. Bei meinem Projekt 365 war dies von immenser Bedeutung, da ich sie unauffällig in der Hand halten und quasi ganz nebenbei fotografieren konnte (siehe dazu auch den Beitrag unter Projekte). Dies war ein bedeutender Schritt, mich von meinen Blockaden zu lösen und wieder völlig frei fotografieren zu können. Und sie kann nur mit einer Hand bedient werden, was bei dem Trümmerbruch, den ich Ende 2024 am linken Handgelenk erlitt, von enormem Vorteil war. So musste ich nicht für längere Zeit auf mein Hobby verzichten.

  • High-End-Kompaktkamera
  • Auf dem Markt seit Mai 2014
  • Gewicht ca. 290g
  • Stromversorgung über Lithium-Ionen-Akku
  • 1,0-Zoll-EXMOR R CMOS-Sensor
  • 20,1 Megapixel
  • Maximale Auflösung 5472 x 3648 Pixel
  • Bildformate in RAW und JPEG
  • ISO-Empfindlichkeit von 125-12800
  • Bildprozessor BIONZ X
  • ZEISS Vario-Sonar T-Objektiv
  • Brennweite 24-70mm
  • Lichtstärke f/1,8 (WW) bis f/2,8 (Tele)
  • 2,9fach optischer Zoom
  • Integrierter ND-Filter
  • 3,0-Zoll-TFT-LCD-Monitor mit 1.228.800 Bildpunkten
  • Ausklappbares Display
  • Elektronischer Sucher mit 1.440.000 Bildpunkten
  • Serienbildfunktion mit 10 Bilder pro Sekunde
  • Integrierter Pop-up-Blitz
Die unten stehende Galerie zeigt eine kleine Auswahl von Bildern, die mit der RX100 III ab Ende 2021 entstanden.
Meine aktuelle Gefährtin – Nikon Z6II

Ich war mit der D5200 nach wie vor sehr zufrieden, doch meine Ansprüche hatten sich nochmals höher geschraubt. Vor allem im Bereich der Makro-Fotografie stieß die APS-C-Kamera an ihre Grenzen. Gerade beim Focus-Stacking musste ich die Einstellungen mühsam von Hand vornehmen, was sehr oft zu ungenauen Ergebnissen führte. So liebäugelte ich mit einer Vollformatkamera, die das Focus-Stacking automatisch übernehmen könnte. Da ich gerne bei Nikon bleiben wollte, fiel meine Wahl bald auf die spiegellose Z6II und ich beschloss, sie mir an Weihnachten 2022 selbst zum Geschenk zu machen. Mit im Paket kaufte ich das 24-120mm-Objektiv und einen Adapter, um meine alten Objektive noch weiter benutzen zu können. Später rüstete ich mit den Nikkor Z-Objektiven 105mm-Makro und dem 100-400mm Tele meine fotografischen Möglichkeiten noch weiter auf. Ich fotografiere fast nur noch im manuellen Modus, dennoch würde ich mich immer noch als Anfängerin bezeichnen, wenn mich jemand nach meinem aktuellen Stand fragen würde. Es gibt nach wie vor so viel zu lernen und zu entdecken, was dieses Hobby mit keiner Sekunde langweilig macht. Aktuell spare ich noch auf ein Weitwinkel-Objektiv und einen Konverter, um meinen Telebereich zu erweitern. Leider ist die Fotografie kein günstiges Hobby, aber ich weiß, dass das Warten sich lohnt.

  • Spiegellose Vollformatkamera
  • Nikon Z-Bajonett
  • Gewicht ca. 705g ohne Akku und Objektiv
  • Stromversorgung über Lithium-Ionen-Akku
  • CMOS-Sensor im FX-Format
  • Sensorgröße 35,9 x 23,9 mm
  • 24,5 Megapixel
  • Maximale Auflösung 6048 x 4024 Pixel
  • Bildformate in RAW und JPEG
  • ISO-Empfindlichkeit von 100-204800
  • Bildprozessor Dual EXPEED 6
  • Hybrid-Phasendetektion/-Kontrast-Autofokus mit Augenerkennung
  • Verschlusszeiten von 30 bis 1/8000 Sekunden und Bulb-Modus
  • Serienbildfunktion bis 14 Bilder pro Sekunde
  • 3,2 Zoll TFT-LCD-Touchscreen mit 2,1 Millionen Bildpunkten
  • Elektronischer OLED-Sucher mit 3,69 Millionen Bildpunkten
  • Wi-Fi und Bluetooth-Verbindung
Obwohl die meisten Bilder in den Hauptgalerien mit der Z6II entstanden sind, zeige ich hier dennoch eine kleine Auswahl.