- Ich bin eine reine Hobbyfotografin. Mich kann man weder für Events buchen, noch möchte ich Geld aus diesem Hobby ziehen. Mit dieser Namensgebung möchte ich mich klar von den hart arbeitenden Berufsfotografen abgrenzen.
- Trotz den wissenschaftlich erklärbaren Vorgängen zur Bildentstehung hat die Fotografie etwas Magisches für mich. Ich drücke auf den Auslöser und kann dadurch einen winzigen Moment in der Zeit für alle Ewigkeit einfrieren. Wenn das nicht absolut feenhaft ist, dann möge ich auf der Stelle erblinden.
Magie der Fotografie
Natürlich gibt es noch weitere Gründe, aber ich möchte nicht in aller Öffentlichkeit zugeben, dass ich im Herzen immer noch ein kleiner Kindskopf bin, der auch gerne mal herumalbert, Zelda-Spiele zockt, mit einem Kuschelbären in den Armen einschläft und sich immer noch gerne auf Schaukeln in die Lüfte schwingt (falls sie mein Gewicht halten). Nein, nein, das alles lassen wir lieber hinter geschlossenen Türen und sprechen noch ein bisschen über die Fotografie, dieses wundervolle Hobby. Wenn man bedenkt, dass täglich Millionen, wenn nicht gar Milliarden Bilder über die sozialen Netzwerke über die ganze Welt hinweg geteilt werden, dann ist Fotografie im Grunde nichts Besonderes mehr. Mit jedem Smartphone lassen sich mittlerweile mit einem Klick fantastische Fotos machen. Da muss man doch verrückt sein, mit einem kiloschweren Rucksack und Stativ durch die Gegend zu stapfen. Ja und Nein, sage ich da. Ja, ich bin verrückt und das ist gut so. Denn nur so entstehen die Bilder, die ich mag, die mir gefallen und auf die ich mit Stolz blicke, auch wenn sie nicht jedermanns Geschmack treffen oder nicht den Bildkompositionsregeln entsprechen. Und Nein, es ist nicht verrückt, denn es gibt nicht viel auf der Welt, das diesem Gefühl nahekommt, das Gefühl frühmorgens loszuziehen, auf ein Abenteuer zu gehen, das Gewicht der Kamera in der Hand zu halten, durch den Sucher die Welt zu sehen und die Magie zu spüren, wenn du den Auslöser betätigst und damit selbst zum Zauberer wirst. Ein Smartphone kann mir dieses Gefühl nicht geben.

Meine Genre
Wenn du schon ein bisschen durch meine Galerien geblättert hast, dann weißt du, dass die Naturfotografie mein liebstes Genre ist. Landschaften, Blüten, Tiere – das ist mein Ding. Woher diese Vorlieben kommen, weiß ich auch nicht, aber ich denke, dass dies auch in den Genen begründet liegt. Ich bin ein introvertierter Mensch und von Natur aus eher schüchtern und zurückhaltend. Es fällt mir also wesentlich leichter, einem Schmetterling hinterherzujagen, um ein schönes Bild zu bekommen. Der hat nichts dagegen und ich muss mich auch nicht mit dem Datenschutz auseinandersetzen. Die schönste Zeit für mich ist der frühe Morgen, wenn alles noch schläft, es ruhig und friedlich ist, die blaue in die goldene Stunde übergeht und der Tau im Licht der aufgehenden Sonne auf den Gräsern glitzert. Das sind die magischen Momente, die zählen.Fotografie als Kunst
Natürlich ist es als Fotograf gut, wenn man seine Nische gefunden hat und es darin zur Meisterschaft bringt. Obwohl die Naturfotografie meine bevorzugte Nische ist, probiere ich jedoch auch gerne andere Sujets aus. Maßgeblich hat dazu der Fotokreis beigetragen, denn die Projekte und Semesterthemen haben mich oftmals aus meiner Komfortzone herausgeschubst und mich in meiner fotografischen Entwicklung gefördert. Ich habe in den mittlerweile 20 Jahren meines Hobbys gelernt, dass Fotografie mehr ist, als einfach nur ein ansprechendes Motiv schön abzulichten. Es ist eine Kunstform. Ja, das war sie doch schon immer – wirst du jetzt vielleicht denken, aber es macht einen Unterschied, es intellektuell zu wissen oder es selbst zu erfahren. Letzteres ist vielfach intensiver, denn ich erfahre Kunst. Ich sage nicht, dass ich Kunst mache – das überlasse ich den Profis – aber ich erlebe, erfahre, spüre meine eigene Kunst in meinen Bildern.

Fotografie und künstliche Intelligenz
Natürlich muss man sich auch mit der Zukunft der Fotografie auseinandersetzen. Immer wieder kann man in den Medien lesen, dass die künstliche Intelligenz ein Ende der natürlichen Fotografie bedeutet, tausende von Berufsfotografen werden bald arbeitslos sein, Bildmanipulationen schüren Ängste und verbreiten Unwahrheiten, dass sich einem die Zehennägel kräuseln. Innerhalb der Bildbearbeitung nutzen wir bereits künstliche Intelligenz ganz selbstverständlich, sie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber die oben genannten Gefahren bestehen und daher müssen wir achtsam bleiben. Auch viele meiner Bilder sind „gefaked“, wenn man die Bildbearbeitung so sehen will. Im Unterpunkt „Meine Bildbearbeitung“ gehe ich näher auf dieses Thema ein.Warum eine eigene Website?
Neulich saß ich mit einer Freundin gemütlich in einem Restaurant und ich erzählte ihr von meinem Website-Projekt. Da guckt sie mich an und fragt: „Warum machst du sowas?“ Und meine Antwort war: „Einfach aus Spaß!“ Später habe ich mich mit dieser Frage aber doch noch genauer auseinandergesetzt. Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, eine eigene Website zu gestalten? Wenn ich meine Bilder der Welt zeigen möchte, dann könnte ich ja auch auf Facebook oder Instagram oder eine ähnliche Seite gehen. Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass es auf meiner Seite keine Links zu eben genannten Plattformen gibt und das hat bestimmte Gründe. Der wichtigste ist, dass ich den sozialen Medien allgemein sehr kritisch gegenüberstehe. Die Intention, Menschen miteinander zu verbinden, Freundschaften auch über Länder und Kontinente hinweg aufrechtzuerhalten, ist sehr lobenswert, aber ich denke, dass dafür diese Plattformen nur noch selten genutzt werden. Stattdessen sind sie die Brutstätten für Fake News, extreme Propaganda, Hetze und Hassnachrichten, weil einige Menschen die Anonymität skrupellos ausnutzen. Die Algorithmen dieser Seiten sind so eingestellt, dass man mit einseitigen Meldungen und vorgefertigten Meinungen zugeschüttet wird und man aus dieser Bubble-Blase kaum noch herauskommt. Zumindest kommt es mir so vor und ich bin mir bewusst, dass ich bei diesem Thema nicht immer objektiv sein kann, dass auch ich gewissen Einflüssen unterliege. Aber ich versuche achtsam zu sein und meine Fühler immer in alle Richtungen zu strecken.Aber warum denn gleich der Aufwand für eine eigene Website? Für eine Weile war ich auch bei Fotocommunity aktiv, um meine Bilder zu präsentieren, aber dann bin ich wieder davon abgekommen, weil es mir zu stressig und zu teuer war. Klar habe ich mich gefreut, wenn meine Bilder positiv bewertet wurden, aber dies bedeutete, die netten Kommentare zu erwidern. Also war ich auf diversen anderen Seiten unterwegs, habe eine Menge toller Bilder gesehen, habe gelobt, kommentiert und auch konstruktiv kritisiert und plötzlich waren mehrere Stunden ins Land gegangen, ohne dass ich dazu kam, mich um meine eigene Fotografie zu kümmern. Also habe ich weniger kommentiert und bekam ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich nicht als unhöflicher Mensch gelten wollte. Zudem ist es auch nicht ganz billig, wenn man mehrere Bilder hochladen möchte. Da ist diese Website günstiger und ich habe einfach mehr Freiheit und Freiraum in der Präsentation meiner Bilder. Ich muss mich nicht an die Vorgaben von Fotocommunity oder Instagram halten, sondern kann hier nach Herzenslust herumwurschteln.



Die Location
Das Thema Location ist immer einen genaueren Blick wert. Es ist dir vielleicht aufgefallen, dass ausgefallene Standorte wie Tropen, Wüsten, Megastädte etc. als Motive bei mir nicht vorkommen. Und jene Tiere, die in unseren Breiten nicht leben, habe ich ausschließlich in Zoos und Wildparks fotografiert. Das bedeutet nicht, dass es mich nicht in diese Regionen ziehen würde, ich würde sehr gerne einmal die Namib durchwandern oder freilebenden Zebras begegnen, aber meine Wünsche sind durch rationale Gründe beschränkt. Einmal fließt das Geld meines Mannes und mir in die Renovierung und Sanierung unseres Hauses, zum anderen nehmen wir die Klimakrise sehr ernst und halten Flugreisen zum Vergnügen nicht mit unseren Idealen vereinbar. Wenn die Technologie weiter voranschreitet und das Fliegen in Zukunft sauberer und klimaneutraler wird, dann wäre das für uns kein Hinderungsgrund mehr. Trotzdem halten uns die genannten Gründe nicht davon ab, das eine oder andere Abenteuer zu erleben. Manchmal unternehmen wir Kurztrips in die nähere oder auch etwas weitere Umgebung. Viele Menschen kennen Mallorca in- und auswendig, wissen aber nicht, wie schön Deutschland ist. Im Grunde braucht es keinen teuren Flug ins Ausland, wunderschöne Motive gibt es vor der Haustür genug.